Als Bestatterin Johanna Riedel den Leichnam von Elisabeth Dorn fĂĽr die Beerdigung vorbereitet, merkt sie sofort: Diese Tote ist nicht Elisabeth Dorn.
Der Name stimmt. Die Papiere stimmen. Das Identifikationsband stimmt.
Nur die Frau auf ihrem Tisch ist die falsche.
Wenige Minuten nachdem Johanna die Polizei verständigt, erhält sie einen anonymen Anruf.
„Sie hätten den Sarg schließen sollen.“
Kriminalhauptkommissar Daniel Seifert und seine Kollegin Alina Petzold übernehmen den Fall. Doch aus einer möglichen Verwechslung wird schnell etwas weitaus Beunruhigenderes. Denn die echte Elisabeth Dorn ist verschwunden – und die unbekannte Tote wurde offenbar ganz bewusst unter ihrem Namen in den Bestattungsablauf eingeschleust.
Je tiefer die Ermittler in alte Akten, Vorsorgeunterlagen und verschwundene Dokumente eindringen, desto deutlicher wird: Hinter dem falschen Namen steckt kein einzelner Fehler.
Jemand hat mit Identitäten, Totenscheinen und den Schwächen eines Systems gespielt, in dem normalerweise niemand mehr fragt, ob der Name auf dem Papier wirklich zu dem Menschen im Sarg gehört.
Und Johanna hat genau das getan, was sie niemals tun sollte:
Sie hat genauer hingesehen.
Plötzlich führen die Spuren weit über einen vertauschten Leichnam hinaus. Zu Menschen, die vom Tod anderer profitieren. Zu Geheimnissen, die längst begraben sein sollten. Und zu einem Plan, bei dem zwei Tote verschwinden konnten, ohne dass auch nur eine von ihnen offiziell vermisst wurde.
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