Im Nürnberg des frühen 17. Jahrhunderts ist Agnes Vogler die Tochter des Scharfrichters – und damit unehrlich, gemieden und von der ehrbaren Gesellschaft ausgeschlossen. Doch als am Rabenstein ein Ratsherr tot am Galgen hängt, in einem Knoten, den nur die Henkershand so binden kann, fällt der Verdacht sofort auf sie und ihren Vater.
Agnes weiß: Es war kein Urteil. Es war ein Mord, getarnt als Hinrichtung. Und wer immer die Kunst des Henkers so perfekt nachgeahmt hat, kennt ihre Familie nur zu gut.
Gemeinsam mit dem jungen Ratsschreiber Jonas Brandt und dem Lehrling Kaspar beginnt Agnes eine gefährliche Untersuchung in den dunklen Gassen und Ratssälen der Stadt. Zwischen Vorurteilen, politischer Intrige, alten Schulden und dem heraufziehenden Dreißigjährigen Krieg muss sie beweisen, dass die Tochter des Henkers nicht nur töten, sondern auch die Wahrheit finden kann – selbst wenn die ganze Stadt gegen sie steht.
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