Kategorie: Tipps & Tricks

Welche Holzarten eignen sich für die Brandmalerei?

Grundsätzlich sollte für die Brandmalerei unbehandeltes Holz benutzt werden. Um ein wirklich schönes Ergebnis zu erzielen empfiehlt es sich mit weichen, hellen Hölzern zu arbeiten, die eine ebene Struktur aufweisen. Optimal sind Linde, Birke, Ahorn und Pappel. Mit diesen Hölzern sind der Kreativität kaum Grenzen gesetzt und die Motive kommen perfekt zur Geltung.
Schwierig zu bearbeiten sind harte, dunkle Hölzer mit einer ausgeprägten Maserung. Daher ist es nicht ratsam mit Eiche, Buche, Kiefer und Fichte zu arbeiten. Sollte es doch notwendig sein Brandmalerei auf einem dieser Hölzer anzufertigen, muss unbedingt eine höhere Brenntemperatur eingestellt werden.

Spanplatten, MDF, chemisch behandeltes, versiegeltes oder verleimtes Holz sind absolut ungeeignet für die Pyrographie.

Letzte Arbeitsschritte und Finish

Ist das Motiv komplett fertig gebrannt wird das Werkstück nochmals mit sehr feinem Schleifpapier abgeschliffen. Verwende dazu am besten 120er oder 180er Schleifpapier und schleife vorsichtig die Oberfläche. Bevor es an das Finish geht muss der Schleifstaub sorgsam entfernt werden.
Das fertige Brand-Motiv kann vor dem endgültigen Lackieren mit Farbe veredelt werden. Dazu können hochwertige Buntstifte, Ölbuntstifte oder Acrylfarben zum Einsatz kommen. Zum Abschluss wird das Brandmal-Kunstwerk mit Öl, Lack oder Wachs versiegelt.

 

Beachte: Auch mit Lack versiegelte Brandmalkunst sollte vor intensiver Sonneneinstrahlung geschützt werden. Brandmale könnten sonst sehr schnell verblassen.

 

Ausfüllen / Schattieren

Sind die Konturen zur Zufriedenheit fertiggestellt geht es an die Schattierungen und das Ausfüllen der dafür vorgesehenen Bereiche. Benutzt wird dafür eine möglichst flache Brennschleife, zusätzlich wird der Brandmalkolben auch möglichst flach gehalten. Pyrographische Schattierungen sind recht schwierig zu bewerkstelligen und erfordern einiges an Übung. Hat man den Dreh raus machen sie Motive zu echten Kunstwerken.

Konturen nachfahren

Sobald die Vorlage auf das Holz aufgetragen ist kann der Brandkolben, mit der passenden Brennschleife bestückt, an den Strom angeschlossen und die Temperatur richtig eingestellt werden. Der Brandmalkolben benötigt nur wenige Minuten um seine Arbeitstemperatur zu erreichen.
Ist der Brandkolben startklar werden zuerst die Konturen nachgezeichnet. Der Brennstift liegt dabei locker in der Hand. Gearbeitet wir mit möglichst wenig Druck. Die Brennschleife wird dabei von oben nach unten über das Holz geführt, so kann sie sich nicht im Holz verhaken.

Vermeide das Verharren der Brennschleife auf einer Stelle. Es können schnell Löcher im Material entstehen.  Erscheint dir eine Linie als nicht dick genug arbeite lieber in einem weiteren Schritt nochmals nach.

Motiv abpausen oder vorzeichnen

Nun geht es daran das Motiv mit einem Bleistift auf das Holz zu skizzieren. Dies kann freihand geschehen oder alternativ auch durch eine Vorlage mittels abpausen. Eine Vorlage muss als erstes auf dem Werkstück fixiert werden. Dazu kann man an den Ecken Kleber benutzen oder auch Doppelseitiges Klebeband.

Dann kann sie mittels Kohlepapier oder Pauspapier auf das Holz übertragen werden. Bei der Bearbeitung sehr weicher Hölzer kann es auch ausreichen die Konturen der Vorlage mit einem Stift sehr fest nachzuziehen. Die Spuren drücken sich in das weiche Holz ein und können später mit dem Brandmalkolben nachgezogen werden. Mit einem guten Radiergummi können auch Korrekturen an der Skizze vorgenommen werden.

Vorbereitung

Zu allererst wird die Schutzkleidung, also die Atemschutzmaske und die Schutzbrille, angelegt. Einige Hobbykünstler schätzen für größere Schleifarbeiten einen Gehörschutz.Das zu bearbeitende Holzstück wird zuerst in Form gebracht und gut abgeschliffen. Je feiner und glatter die Oberfläche ist, desto genauer kann mit dem Brandmalkolben gearbeitet werden.Der entstandene Schleifstaub sollte sorgfältig entfernt werden. Eventuell benutzt man dafür einen Sauger. Sperrholzplatten kommen ohne das Schleifen aus

Tipps und Tricks

Das Arbeiten mit niedrigen Temperaturen ist zu bevorzugen. Der Grund liegt darin, das so entstandene helle Brandspuren leichter korrigiert werden können, als sehr dunkle Spuren. Außerdem kann man helle Linien immer noch dunkler nachziehen, dunkle Spuren aber kaum heller machen.
Die Brennschleife muss immer sauber sein. Verschmutzungen verändern schnell das Ergebnis.

Sperrholz ist zwar eine günstige Möglichkeit die Brennmalerei zu üben birgt aber auch eine Gefahr: wird das Holz bis zur Leimschicht abgebrannt entstehen giftige Dämpfe. Brenne Sperrholz also niemals zu tief ein!