Moni Kowalski betreibt seit dreißig Jahren ein Büdchen in Duisburg-Marxloh. Sie verkauft Zigaretten, Zeitungen und guten Rat. Und sie löst Fälle, die die Polizei nicht lösen kann.
Als Jörg Matthiesen vor dem Tresen steht – müde Augen, teure Schuhe, ein verschwundener Sohn –, ahnt Moni nicht, dass dieser Fall sie in die Fundamente ihres eigenen Hauses führen wird. Buchstäblich.
Stefan Matthiesen, 28, IT-Berater, hat bei der Digitalisierung von Bauakten etwas gefunden, das er nicht hätte finden sollen: vierzehn gefälschte Gutachten, ein System aus Pfusch und Schweigen – und die Adresse von Monis Büdchen mitten auf der Liste.
Als jemand nachts »LASS ES« an die Büdchenwand schreibt, weiß Moni: Jemand will nicht, dass sie weitergräbt. Aber Moni hat in vielen Jahren hinter dem Tresen eines gelernt: Die Risse gehen nicht weg, wenn man die Augen zumacht.
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