Lennart wollte nur einer Frau hinterherreisen. Jetzt leitet er einen Wohnmobilstellplatz voller Rentner, die ihn adoptiert haben.
Ein herzgebrochener Lehramtsstudent aus Göttingen. Ein spanischer Schwiegersohn, der beweisen will, dass er mehr kann als Personalbögen abheften. Eine Brache bei Alicante, die laut Website ein „Paradies am Meer“ ist – obwohl das Meer 550 Meter entfernt und 80 Höhenmeter tiefer liegt.
Willkommen auf dem chaotischsten Wohnmobilstellplatz der Costa Blanca.
Als Pancho den Auftrag bekommt, aus einem staubigen Grundstück einen funktionierenden Stellplatz zu machen, ahnt er nicht, was auf ihn zukommt: Handwerker, die Klempnerarbeiten mit Elektrik verwechseln. Ein Sanitärgebäude, das falsch herum geliefert wird. Und eine Website mit Stock-Fotos, die deutschen Rentnern das Blaue vom Himmel verspricht.
Dann kommen die Gäste. Allen voran vier deutsche Überwinterer, die den Stellplatz wie TÜV-Prüfer inspizieren, Mängellisten in dreifacher Ausfertigung verfassen – und sich trotzdem weigern, wieder abzureisen. Dazu ein holländisches Paar mit Genever-Vorräten für drei Winter, ein italienischer Blumen-Influencer, Pétanque spielende Franzosen und eine 82-jährige Dame, die allein mit ihrem Wohnmobil durch Europa reist.
Mittendrin: Lennart. Eigentlich auf der Flucht vor einer gescheiterten Nicht-Beziehung, jetzt Rezeptionist, Übersetzer, Krisenmanager und unfreiwilliger Blogger. Sein Instagram-Account wird zum viralen Hit – während er selbst noch herausfinden muss, ob er überhaupt weiß, was er vom Leben will.
Eine Geschichte über Grauwasser und große Gefühle. Über Stellplatzregeln und die Freiheit, keinen Plan zu haben. Über vier Rentner, die zum Herz einer Gemeinschaft werden, die niemand geplant hat.
Für alle, die wissen, was ein CEE-Stecker ist – und für alle, die es nach diesem Buch wissen werden.
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